Archiv für 28. Mai 2009

Stillstand auf dem Wohnungsmarkt in Belgrad

Wie die serbische Tageszeitung "BLIC"" am 22. Mai 2009 meldet, wurden in Belgrad in den vergangenen zwei Monaten ledigliche 30 Immobilien verkauft. Nachdem es keine staatlich subventionierten Kredite für Liegenschaften mehr gibt, ist der früher stürmische Immobilienmarkt in Belgrad fast zum Erliegen gekommen.

Die Immobilienpreise sind gegenüber dem Vorjahr dennoch nur um 15 % gefallen. Die Marktteilnehmer spekulieren darauf, dass der Staat Wohnungsdarlehen bald wieder subventioniert. Wirtschaftsminister Dinkic will davon nichts wissen, solange sich die Preise auf einem unrealistisch hohen Niveau befinden.

Der Markt für gewerbliche Immobilien wurde noch heftiger von der Wirtschaftskrise getroffen, da sich ausländische Anleger mehr und mehr abwenden. Von den neu fertig gestellten Gewerbeimmobilien stehen derzeit in Belgrad die Hälfte leer. Trotzdem sind die Preise bisher nicht drastisch gefallen.

BusinessWeek sieht Kroatien und Montenegro als europäische “hot spots”

In ihrem Artikel vom 27. April 2009, fragt die BusinessWeek rhetorisch, ob die Zeit reif sei für globale Immobilien-Investments. Als europäische Hotspots für den Wiedereinstieg nach dem Preisverfall zuletzt wegen der Wirtschaftskrise werden dabei Kroatien und Montenegro genannt. Adam Challis von CB Richard Ellis in London setzt dabei besonders auf Montenegro wegen seiner unberührten Küste und den wachsenden Geschäftsverbindungen zur EU und Russland. "Montengro etabliert sich schnell als gehobenes Touristenziel" wird Challis zitiert.

Man muss vielleicht nicht so optimistisch wie die Herrschaften von der BusinessWeek sein, aber irgendwann in diesem Jahr sollte der Boden gefunden sein für einen Wiedereinstieg in diesen Ländern.

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