Veräußerung von Immobilien in Serbien

Ist ein Ausländer (Deutscher) Eigentümer einer Immobilie in Serbien, so stellt sich naturgemäß auch die Frage einer eventuellen Veräußerung. An dieser Stelle soll nur auf die steuerlichen Aspekte eingegangen werden.

Da zwischen Deutschland und Serbien das alte Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit Ex-Jugoslawien weiterhin gültig ist, ist zunächst zu püfen, welchem Staat das Besteuerungsrecht zusteht. Gemäß Artikel 14 Nr. 1 DBA können die Gewinne aus der Veräußerung von Grundstücken in dem Belegenheitsstaat besteuert werden, d.h. das Besteuerungsrecht liegt bei Serbien.

In Serbien werden Veräußerungsgewinn aus Immobilien als sog. "capital gains" besteuert. Bei Zahlungen eines Ansässigen (in Serbien) an einen Ausländer (hier Deutschen) wird zu diesem Zweck eine Quellensteuer von 20 % erhoben, die Abgeltungswirkung hat.

Es ist schließlich eine Frage der vertraglichen Vereinbarung, ob ein Nettoverkaufspreis – nach Abzug der Quellensteuer – oder ein Bruttoverkaufspreis vereinbart wird. Auch im Hinblick auf andere Steuern – z.B. der Grunderwerbsteuer – dürfte die Vereinbarung eines Bruttoentgelts transparenter sein.

Deutschland hat den Veräußerungsgewinn von der Einkommensteuer freizustellen, doch behält es einen Progressionsvorbehalt, soweit die Veräußerung innerhalb von 10 Jahren nach Anschaffung erfolgt.

Prüfungspflichten für Immobilienmakler und Bauträger in Kroatien

Wer die deutschen Vorschriften zum Schutz von zu treuen Händen überlassenem Kapital kennt, wird sich fragen, ob Kroatien ähnliche Schutzmechanismen in Gang gesetzt hat. Die Anzahl der Fälle, in denen Anleger in Immobilien am Schluss mit leeren Händen vor einer Bauruine standen, ist in Kroatien sicherlich nicht geringer als anderwo.

Dennoch gibt es bisher keinerlei Sondergesetze, die mit der Makler- und Bauträgerverordnung in Deutschland vergleichbar wären. Während die Prüfungspflicht für Immobilienmakler, die keine fremden Gelder verwalten, auch in Deutschland zu Recht aufgehoben worden ist, dürfte es an der Prüfungswürdigkeit von Bauträgern, die in der Regel erhebliche Fremdgelder hereinnehmen, kaum Zweifel geben. Diesem Schutzbedürfnis von Immobilienkäufern wurde in Kroatien bisher keine Beachtung geschenkt.

Zugegebenermaßen ist die Grenze für die allgemeine Prüfungspflicht in Kroatien mit einem Jahresumsatz von 30 Mio. HRK (ca. 4,5 Mio. Euro) recht niedrig angesetzt, doch trifft diese in der Regelung nur juristische Personen, es sei denn das Unternehmen gehört zu einem Konzernverbund, doch besteht hier zweifellos dringender Bedarf,  die Anleger besser zu schützen. Die Zahl der in Kroatien bestellten Wirtschaftsprüfer wäre mehr als ausreichend, um eine besseren Schutz zu gewährleisten. 

Besteuerung von Immobilienverkäufen in Kroatien

Je größer die Anzahl der ausländischen Eigentümer von Immobilien in Kroatien wird, desto häufiger wird auch die Anzahl der Immobilienverkäufe.

Leider gibt es beim Immobilienverkauf einige Fallstricke, die rechtszeitig beseite geschafft werden sollten. Aus der Sicht eines Eigentümers aus Deutschland sollte Folgendes beachtet werden:

  1. Wo ist die Ansässigkeit im Sinne des Doppelbesteuerungsabkommens Deutschland – Kroatien gegeben?
  2. Liegt der Ankauf des Grundstücks länger als drei Jahre zurück?
  3. Liegt der Ankauf sogar länger als 10 Jahre zurück? 

Grundsätzlich hat der Belegenheitsstaat nach dem DBA Deutschland – Kroatien das Besteuerunngsrecht, bei einem Immobilienverkauf also Kroatien.

Kroatien kennt einer Spekulationsfrist von drei Jahre bei der Veräußerung von Grundstücken. Nur innerhalb dieses Zeitraum erhebt Kroatien Einkommensteuer auf einen etwaigen Veräußerungsgewinn.

Der Ansässigkeitsstaat – hier Deutschland – hat aber nach dem DBA das Recht, den an sich steuerfreien Veräußerungsgewinn bei der Anwendung des Steuersatzes der restlichen Einkünfte zu berücksichtigen. Deutschland nimmt von diesem Recht Gebrauch und wendet diese Regelung des Progressionsvorbehalts auf einen Veräußerungsgewinn beim Immobilienverkauf in Kroatien an.

Der Progressionsvorbehalt findet aber keine Anwendung mehr, wenn auch nach deutschen Einkommensteuerrecht die Spekulationsfrist abgelaufen ist. Dies ist nach Ablauf von 10 Jahren der Fall. Wer also seinen Veräußerungsgewinn gänzlich steuerfrei vereinnahmen möchte, sollte auch darauf achten, dass auch die 10-Jahres-Frist beim Verkauf vorüber ist. 

Mehr als 40 % der Neubauten in Zagreb unverkauft

Der Immobilienmarkt in Zagreb und Umgebung liegt weiterhin darnieder. Nach einem Bericht des kroatischen Internet-Portals BUSINESS.HR wurden in den letzten beiden Jahren in Zagreb und Umgebung 16.450 neue Wohnungen gebaut, wovon mehr als 7.000 nicht verkauft werden konnten. Der Prozentsatz lag bei 42,6 %, wobei davon auszugehen ist, dass die tatsächliche Verkaufsquote noch niedriger liegt, da nur Neubauten mit mehr als 20 Wohnungen in die Statistik einflossen.

Der geforderte Quadratmeter-Preis betrug 1971,64 € in der Stadt Zagreb bzw. 1902,70 € für Zagreb und Umgebung. Wie hoch der Preis bei den tatsächlichen Verkäufen der Wohnungen lag, ist schwer abzuschätzen, er dürfte jedoch deutlich darunter liegen.

Das größte Entwicklungspotenzial hat weiterhin das Zentrum Zagrebs, das bisher bei den Investitionen in Neubauten zu kurz gekommen ist, obwohl eine stabile Nachfrage vorhanden ist.

  

 

Kroatien plant neues Gesetz zur Förderung des Wohnungsverkaufs

Im kroatischen Sabor befindet sich derzeit ein Gesetzesvorschlag zur Förderung des Verkaufs von Eigentumswohnungen. Damit soll der Verkauf leerstehender Neubauwohnungen beschleunigt werden und der darnieder liegenden Bauindustrie wieder auf die Beine geholfen werden.

Erstmalige Käufer von Eigentumswohnungen sollen zinsgünstige – staatlich subventionierte – Kredite mit einer Laufzeit bis zu 20 Jahren erhalten. Am meisten begünstigt werden Wohnungen bis zu einem Quadratmeterpreis von 1.000 €, Preise über 1.600 €/qm sollen überhaupt nicht mehr gefördert werden.Der maximale Kreditbetrag beträgt 300 € pro qm.

Über eine "Agentur zum Umsatz von Immobilien" soll das Vergabeverfahren der staatlichen Kredite nach Verabschiedung des Gesetzes gesteuert werden.

Der Gesetzesvorschlag stieß im Parlament und in der Presse auf heftige Kritik, da er nach Auffassung der Opposition hauptsächlich das Kapital und die Banken begünstigt.

“Katastrophaler Zustand auf dem Immobilienmarkt in der Republika Srpska”

titelt die bosnische Tageszeitung Dnevni Avaz. In dem Beitrag vom 10.02.2010 wird ein düsteres Bild der jetzigen Marktsituation gezeigt, wobei man sicherlich nicht außer Acht lassen darf, dass gerade dieses Medium der Serbenrepublik aus politischen Gründen nicht besonders gewogen ist.

Während die Immobilienpreise vor gut einem Jahr im Zentrum von Banja Luka noch 4.000 KM/qm betrugen, sind Neubauten inzwischen auf 3.000 KM, Altbauten sogar auf 1.700 KM gefallen. Manchem Immobilienmakler gelingt es nicht einmal, eine einzige Immobilie in zwölf Monaten an den Mann zu bringen. Die weitere Preisentwicklung gilt auch unter Immobilienexperten als sehr ungewiss.

Trotz mangelnder Nachfrage wird aber auf den Baustellen – zwar mit verminderter Intensität – weiter gebaut. Dabei besteht jedoch die Befürchtung, dass die Qualität der Bauweise durch die fallenden Preisen negativ beeinflusst wird.

 

Mieten für Luxuswohnungen brechen ein

Die Mieten für Luxuswohnungen in Kroatien sind in den letzten ein bis zwei Monaten nach einer Auswertung des Anzeigenportals oglas.hr stark zurückgegangen. Teuere Wohnungen finden immer schwerer einen neuen Mieter. Wohnungen, die bis vor kurzem noch Monatsmieten von 1.500 € erzielen, werden nunmehr zu 1.000 bis 1.100 € angeboten, während Mietwohnungen von einem bisherigen Niveau von 600 bis 700 € auf 450 € gefallen sind. Insbesondere bei Managern ausländischer Untermnehmen sitzt das Geld nicht mehr so locker,

Dagegen ist das Mietpreisniveau für kleinere und billige Wohnungen weitgehend konstant geblieben. Im Mietpreisbereich zwischen 300 und 400 € hat sich nichts geändert, Die Nachfrage ist nach wie vor groß, da die Monatsraten für fremdfinanzierte Eigentumswohnungen deutöich höher liegen.

In der Hauptstadt Zagreb ist der Trend weniger stark ausgeprägt. Hier sind die Mieten im Laufe des letzten Jahres nur leicht zurückgegangen. Besonders die Neubauten, die zu Dutzenden wenn nicht zu Hunderten noch leer stehen, haben zu dem leichten Preisverfall beigetragen.

Off-Topic: Kleine Geschenke für Blogger

In letzter Zeit überbieten sich immer mehr Internetdruckereien mit Sonderangeboten für Blogger. Besonders gefallen hat uns das Angebot von logiprint, einer Online-Druckerei, die für die Veröffentlichung eines Blog-Beitrages, auf den sie keinen Einfluss nimmt, eine Grundausstattung von 500 Visitenkarten und 300 Adress-Aufklebern kostenlos anbietet. Selbst das Port trägt die Druckerei zusätzlich.

Die Visitenkarten und Aufkleber sind von guter Qualität. Lediglich den Eintrag für Telefon und Telefax vor der jeweiligen Nummer finden wr verbesserungswürdig. Ansonsten vielen Dank für das Angebot, da wir gerne genutzt haben.  

“Gefahren subventionierter Wohnungsbaukredite”

überschreibt das das serbische Finanzierungsportal kamatica.com seine jüngste Analyse zur neuen staatlichen Förderung von Wohnungsbaukrediten und vergleicht dabei das Programm der neuen Regierung mit seinem zum 31.12.2008 ausgelaufenen Vorgänger.

Das neue Förderprogramm der Regierung hat den Vorteil, dass die Regierung bis zum 31.10.2012 direkt die Zinszahlungen anstelle des Kreditnehmers übernimmt.und die Finanzierungen der Regierung insgesamt zinslos sind. Damit ergibt sich monentan ein erheblicher Vorteil gegenüber dem alten Programm und ein noch größerer Vorteil gegenüber derzeit nicht subventionierten Wohnungsbaukrediten.

Sieht man sich die aktuellen Finanzierungsbedingungen allerdings genauer an, so fällt auf, dass  zwar die Zinssätze niedriger liegen als beim staatlichen Kreditprogramm 2008. Dies liegt allerdings an dem aktuell sehr niedrigen EURIBOR, denn nach dem alten Finanzierungsprogramm betrug der Zinssatz EURIBOR + 3,6 %, während sich nach dem neuen Programm ein Zinssatz von EUROBOR + 4,9 % ergibt. 

Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis der EUROBOR nach überstandener Finanzkrise wieder steigt und wegen des variablen Zinssatzes die neuen subventionierten Wohnungsbaukredite letztlich teurer werden als die bisherigen.

Neue Grundsteuer in Kroatien?

Wie Presseberichten zu entnehmen ist, plant die kroatische Regierung die Einführung einer neuen allgemeinen Grundsteuer nach dem Muster westeuropäischer Staaten. Bisher gab es in Kroatien nur ein Grundsteuer auf Wochenendhäuser/-wohnungen, die nicht bewohnt oder vermietet wurden.

Die neue Grundsteuer war zunächst schon für das Jahr 2010 vorgesehen, doch verschiebt sich die Einführung nach letzten Presseberichten auf 2011 oder gar 2012. Die Erhebung der neuen Steuer verlangt offensichtlich einen größeren Verwaltungsaufwand, wobei die zukünftigen Einnahmen daraus noch ungewiss sind, da politisch vermutlich keine Mehrheit für die Erhebung der Grundsteuer auf alle Grundstücke und im vollen Umfang zu finden ist. Des öfteren wird darüber spekuliert, dass ein gewisses existenzielles Minimum für jeden Grundstückseigner im Falle der Selbstnutzung unbesteuert bleiben sollte. Die am häufigsten genannte Zahl liegt bei 50 qm je Grundstückseigentümer sowie zusätzlich eine kleinere Fläche für jeden Mitwbewohner im Haushalt.

 Europa rückt näher für die Kroaten und damit auch alle europäischen Steuern.

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